ERFOLGREICHE VERNISSAGE - FOTOAUSSTELLUNG „ORTE DER ERINNERUNG“

Erfolgreiche Vernissage - Fotoausstellung „Orte der Erinnerung“

Am 19. Januar wurde in der Stephanuskirche und auf dem Grundstück rund um das Stephanus-Gemeindezentrum die Fotoausstellung „Orte der Erinnerung“ eröffnet. Gezeigt werdeb bis zum 2. Februar Fotos von Olaf Eybe aus Auschwitz und Babyn Jar. Nachdenkliche und engagierte Worte der Festredner und ein Konzert des „Ensembles Unterwegs“ ließen einen Nachmittag entstehen, der in Erinnerung bleibt.

Pfarrer Markus Pein ging in seiner engagierten Begrüßungsrede auf die Tabubrüche durch rechte Gruppierungen ein, die nur scheinbare Alternativen bieten. Gastredner Oberbürgermeister Thomas Kufen bedankte sich bei Olaf Eybe für seine mutige Ausstellung, die „den Dingen auf den Grund geht“. Emrich Welsing, vom Mitveranstalter „Kreative Klasse“ wies auf den Dialog mit Jugendlichen zu dem komplexen Thema Erinnerungskultur hin und zeigte auf, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen wach zu halten.
„Ermutigend, dass sich im breiten Unterstützerkreis für die Ausstellung alle darin einig waren: Wir müssen allen neuen Anfängen rechter Tendenzen entgegentreten. Wer, wenn nicht wir, soll¬ten daran mitwirken, dass unsere Gesellschaft eine offene und tolerante bleibt“, fasste Olaf Eybe zusammen. Den musikalischen Part der Eröffnung übernahm das „Ensemble Unterwegs“ mit fesselnden Stücken von Viktor Ullmann und Shane Woodborne für drei Streicher und Sopran.
Im Anschluss gingen die Besucher der ungewöhnlichen Vernissage gemeinsam ins Gelände rund um die Kirche, um den Erläuterungen des Fotografen vor den großformatigen Detailbildern zuzuhören. So wurden einige der Orte der Erinnerung begehbar und konnten - anders als in „normalen“ Ausstellungen - zusätzlich neu erfahren werden. Eine Kellertür wurde zur Zellentür. Eine Wand wurde im übertragenen Sinn zur Erschießungswand. Die Gleise zur Selektionsrampe konnten aus nächster Nähe betrachtet werden. Eindrücke, die vielen Besuchern unter die Haut gingen.

Orte der Erinnerung – dargestellt anhand von unter die Haut gehenden Details: Das ist das Fotokonzept hinter den Aufnahmen von Olaf Eybe aus Auschwitz und Babyn Jar. Hier ein Haken aus Block 11 (Todesblock) im Stammlager Auschwitz. Foto: Olaf Eybe
Oberbürgermeister Thomas Kufen bedankte sich bei Olaf Eybe für die mutige Ausstellung und lobte die Stephanuskirche, die er erstmals besucht hat. Foto: Stefan Dolge
In der gut gefüllten Stephanuskirche wurde die Fotoausstellung „Orte der Erinnerung im würdigen Rahmen eröffnet. Foto: Stefan Dolge
Pfarrer Markus Pein ging in seiner Begrüßungsrede auf die Tabubrüche durch rechte Gruppierungen ein. Foto: Stefan Dolge
Olaf Eybe führte große Besuchergruppen über das Gelände und erläuterte die Hintergründe seiner Bildauswahl. Foto: Stefan Dolge
Der Sportplatz hinter dem Stephanus-Gemeindezentrum wurde zur Ausstellungsfläche. Foto: Stefan Dolge
Viele Besucher bevölkerten das Gemeindegelände und betrachteten die berührenden Bilder: Foto: Stefan Dolge
Das „Ensemble Unterwegs“ hatte die passende Musik für die Veranstaltung zusammengestellt und glänzte bei der Aufführung von Stücken von Viktor Ullmann und Shane Woodborne. Foto: Stefan Doge
In der Stephanuskirche hängen bis zum 2. Februar die beeindruckenden Aufnahmen aus Auschwitz und Babyn Jar. Foto: Stefan Dolge

Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Donnerstag, 9. April 2020

Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen.
Sacharja 8,21

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
Markus 14,26

Suche